Filbinger-Affäre

Filbinger-Affäre

Es ist Ruhe um die Filbinger-Affäre eingekehrt.

Nach einem Gespräch in Frankfurt mit Vertretern von jüdischen Organisationen scheint der Streit um die Äußerungen Oettingers bei der Trauerrede von Hans Filbinger beigelegt zu sein.

Was war geschehen?

In der Trauerrede anläßlich des Todes von Hans Filbinger behauptete Ministerpräsident Oettinger, dass Hans Filbinger kein Anhänger des Nazi-Regimes gewesen sei, sondern ein Gegner. Und das, obwohl nachweislich dokumentiert ist, dass Filbinger Mitglied der NSDAP war.

Das hatte die Republik erschüttert und eine Woge der Entrüstung verursacht. Mittlerweile sollen gegen Oettinger mehrere Strafanzeigen erstattet worden sein.

Oettinger, der sich zunächst mißverstanden fühlte, äußerte sich dahingehend, dass er lediglich das Lebenswerk von Filbinger würdigen wollte. Schließlich mußte die Kanzlerin Merkel ein Machtwort sprechen und erteilte ihm öffentlich eine Rüge. Dieses führte nun zu einer heftigen Debatte innerhalb der Partei.

Schließlich entschuldigte sich Oettinger für seine Worte und traf sich in Frankfurt mit Vertretern von jüdischen Organisationen um die Wogen zu glätten. Dies scheint ihm wohl auch gelungen zu sein. Seine Entschuldigung wurde angenommen.

Dies hat jedoch in keinster Weise die Stimmung bei den Wählern beeinflußt. Die Koalition befindet sich nach wie vor in einem Hoch und genießt weiterhin die Gunst der Wähler.