Wer erinnert sich nicht an die Bilder über den Band zu tief sitzender Hosen quellende Bäuche, neonfarbene Radlerhosen über sehr fleischigen Schenkeln und Pos oder ähnliche ästhetische Entgleisungen? Insbesondere in den 1990er Jahre schien das Ideal der Modewelt und die Wirklichkeit auseinander zu klaffen, wie noch nie zu vor. Auf der einen Seite Kate Moss und ihre magersüchtigen Kolleginnen im Zeichen des heroin chique, auf der anderen Seite die Normalkonsumentinnen, die trotz allgemeinen Trend zur zunehmender Leibesfülle ihren Vorbildern nacheiferten und sich wieder besseres Wissen in viel zu schmale Kleidungsstücke quetschten.
Es ist richtig: Unser "zivilisierter" Lebensstil ist hat seine Nachteile: Wir bewegen uns zu wenig, essen zu viel und dann meist auch noch das Falsche. Das Resultat: kleine Pölsterchen an Bauch, Hüfte und Schenkeln, die sich im Laufe der Zeit zu stattlichen Polstern ausweiten. Dabei sind die Gegenmittel allgemein bekannt: mehr Sport treiben und bewusster leben mit weniger Stress und vor allem gesunder Ernährung.
Die medial propagierte "Idealfigur" erreichen aber auch auf diesem Wege nur die Wenigsten. Daran ist nicht unbedingt mangelnde Disziplin schuld: Genetisch bedingt ist jeder Mensch anders veranlagt - während die einen quasi essen können, was sie wollen, nehmen die anderen schon vom Hinschauen zu. Das mag ungerecht erscheinen, ändern lässt sich daran nichts. Bei genauer Betrachtung ist das auch gar nicht notwendig. So wie es viele verschiedene Musik- oder Modegeschmäcker gibt, so unterschiedlich sind auch
die figürlichen Präferenzen bei der Partnerwahl.
"Tricksen" erlaubt
Doch auch die, die nicht auf der Suche nach einem Partner sind, sind nicht immer zufrieden mit ihrer Figur. Allein durch Askese und körperliche Ertüchtigung lassen sich oftmals nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Doch gibt es einen einfachen Trick für Frauen, ohne viel Aufwand eine traumhafte Silhouette zu modellieren: figurformende Unterwäsche. Als Bauch-weg-Miederhose, Maxi-Slip, Form-Korsett oder straffende Panty: "Shapewear", wie die figurformende Wäsche im Englischen heißt, gibt es für jede "Problemzone", inklusive angenehmem Tragegefühl. Das Resultat kann sich sehen lassen: Nicht allein, dass das Zuviel an Bauch oder Po kaschiert wird; die Trägerin wirkt Dank selbstbewusstem Auftreten auch insgesamt attraktiver.
Neu ist die Idee der figurformende Damenunterwäsche nicht. Unsere Großmütter brachten ihre Körper noch mit im Rückblick eher ungeeigneten Mitteln in Idealform. Steife Korsetts und feste Schnürungen modellierten zwar einen tollen Busen und eine Wespentaille, doch der Preis war hoch: mangelnde Bewegungs- und Atmungsfreiheit und dauerhafte Schäden waren die Folge. Moderne figurformende Unterwäsche besteht hingegen aus weichen und flexiblen Materialien. Taillen-Röcke, Bodys und Unterkleider schmiegen sich optimal an die Haut an, stützen den Körper, straffen Bauch, Po, Taille und Bein. Sie sorgen für verführerisches Aussehen und einen perfekten Halt, ganze ohne Schmerzen.
Dass die figurformende Unterwäsche voll im Trend liegt, zeigt die Liste der prominenten Trägerinnen, zu denen Hollywood-Stars wie Sienna Miller, Gwyneth Paltrow oder Katherine Heigl gehören. Für die Herren der Schöpfung, die mit zunehmenden Alter meist weit mehr aus der Form geraten als ihre bessere Hälfte, gibt es allerdings noch keine figurformende Wäsche. Vielleicht liegt das daran, weil Männer grundsätzlich weniger auf ihr Äußeres achten, vielleicht aber hat sich nur noch kein Hersteller von Herrenunterwäsche gefunden, der den Trend erkannt hat...
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