Vornamen und was sie wirklich bedeuten

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, was Ihr Vorname bedeutet. Sie haben z.B. im Internet recherchiert und festgestellt, dass Sophia aus dem Griechischen kommt und „Weisheit“ bedeutet, oder dass André die französischen Form von Andreas ist, welcher wiederum vom griechischen Wort „Andrós“ kommt und schlicht „Mann“ heißt. Soweit, so gut. Doch wußten Sie, dass Vornamen neben dieser etymologischen Bedeutung auch mit Konnotationen und Assoziationen behaftet sind?

Das behaupten zumindest die Namenforscher von Onomastik.com und sind angetreten, das mit Ihrem Vornamenexperiment zu beweisen. Sie behaupten, dass wir, wenn wir z.B. den Namen "Karl" hören, an eine Person denken, die sich deutlich von einem "Justus" abhebt. Vornamen werden nämlich aus einem sozialen Kontext heraus vergeben. Der Status und die Bildung der Eltern spielen dafür eine große Rolle. Die Eltern prägen spätere Eigenschaften ihrer Kinder und bestimmen am Beginn ihrer Leben deren Namen. Manche Bevölkerungsschichten haben so Vorlieben für bestimmte Vornamen, während diese in anderen Schichten unbeliebt sind.

Seit etlichen Monaten schon sind die Besucher von Onomastik.com aufgefordert, zu Vornamen abzustimmen. Jeder Name kann dabei unter einem dutzend Kriterien bewertet werden. Die grafischen Darstellungen der Eigenheiten der Namen, die daraus entstehen, heißen „Onogramme“.

Und wie sehen nun die Onogramme der beiden eingangs erwähnten Vornamen aus? Ein Andreas (280 Stimmen) ist männlich, sehr groß, sportlich und gilt als zuverlässig. Nicht feststellbar oder ausgeglichen sind Eigenschaften wie Alter, Stimmung und Wohlstand. Es gibt eine leichte Tendenz, einen Andreas als eher intelligent anzusehen.

Eine Sophia (260 Stimmen) ist da ganz anders! Natürlich gilt der Name als sehr weiblich. Sophias gelten aber auch als deutlisch attraktiv, wohlhabend, intelligent, zuverlässig und als eher jung.
Diese und weitere Ergebnisse lassen sich aus den Onogrammen gut ablesen.

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