US-Wissenschaftler haben einen neuen Hinweis dafür gefunden, dass es auf dem Mars Leben gegeben haben könnte. Der Nasa-Roboter "Spirit" habe ein Stück Erde vom Mars untersucht und dabei hohe Mengen an Silizium gefunden, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Für eine so große Ablagerung an Kieselsäure sei aber Wasser unbedingt notwendig, sagte Forschungsleiter Steve Squyres von der Universität Cornell. Er geht sogar noch weiter: Dieser Fund sei ein zwingender Beweis dafür, dass es zu früheren Zeiten auf dem Mars Bedingungen gegeben habe, die Leben möglich gemacht hätten. "Das ist eine bemerkenswerte Entdeckung", so Squyres. Es sei nun die Frage, was es sonst noch alles zu entdecken gebe.
Die siliziumhaltige Erde wurde bei einer Mars-Expedition mit Hilfe eines hochsensiblen Röntgenspektrometers in den Bergen nahe dem Gusev-Krater entdeckt. "Es ist einer der besten Beweise für die Existenz von Wasser, die ,Spirit' jemals beim Gusev-Krater gefunden hat", sagte Nasa-Geochemiker Albert Yen.
Ende vergangenen Jahres hatte die Nasa bei der Auswertung von Fotos deutliche Hinweise auf Wasser auf dem Mars entdeckt. Die Bilder der Sonde "Mars Global Surveyor" zeigten Ablagerungen in zwei Rinnen, die auf fließendes Wasser in den vergangenen sieben Jahren hindeuteten. Die These ist jedoch umstritten. Der heute eisige Mars hatte einst ein feuchtwarmes Klima.